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Die Map "Stalingrad" aus Call of Duty 2 im Überblick:






Stalingrad in der Geschichte
(von [FoP]Nordmanntonne)


Die Schlacht von Stalingrad war eines der größten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Sie gilt als der psychologische Wendepunkt des Krieges und beendete den Vormarsch der deutschen Truppen in der Sowjetunion. Im August 1942 begann die Schlacht auf dem Gebiet des heutigen Wolgograd (damals hieß es noch Stalingrad an der Wolga) mit dem Angriff der 6. Deutschen Armee unter General Paulus auf Stalingrad und endete Anfang 1943 mit der Einkesselung und der darauffolgenden Kapitulation der deutschen Truppen und ihren Verbündeten. Mindestens 700.000 Menschen kostete die Schlacht um Stalingrad das Leben.

Stalingrad liegt direkt an der Wolga und war daher von großer strategischer Bedeutung, da die Wolga der wichtigste Verbindung vom Kaspischen Meer nach Zentralrussland und somit ein wichtiger Versorgungs- und Nachschubweg darstellte, besonders natürlich für Rüstungsgüter aus den USA. Durch die Einnahme Stalingrads sollte eben dieser wichtige Weg unterbrochen und das weitere Vorgehen der deutschen Armee zum Kaukasus mit den wichtigen Rohstoffvorkommen (hier natürlich besonders das Öl) gesichert werden. Weiterhin wurde "Stalingrad" aufgrund seines Namens sowohl von Hitler als auch von Stalin als großes Symbol gesehen, wodurch die erbitterte Kampfführung beider Armeen zu erklären ist. Außerdem wurde Stalingrad durch die hohen Verluste auf beiden Seiten zum Sinnbild des Schreckens dieses Krieges.

Der Gedanke, Stalingrad zu erobern, ist erstmals in einer Weisung des Oberkommandos des Heeres vom 11.11.1941 ausgesprochen worden. Mehr Gestalt erhielt das Vorhaben in der für die Offensive 1942 gegebene Weisung an die Heeresgruppe Süd (GFM v. Bock) vom 05.04.1942. Aus den beiden Weisungen geht jedoch hervor, daß das Hauptziel dieser Offensive nicht primär die Stadt Stalingrad, sondern die Eroberung des Kaukasus war, um den dort reichlich vorhandenen Rohstoff Erdöl ausbeuten zu können. Die Einnahme Stalingrads sowie Woronesch und das Einnahme der Ströme Don und Wolga sollten für den Flankenschutz für diese Operation sorgen.

Die einzelnen angedachten Phasen der Operation waren:

1.       Einnahme von Woronesch (Armeegruppe GenOberst Weichs)

2.       Eroberung des Don (6.Armee und Teile der Armeegruppe Weichs)

3.       Besetzung des Donbogens und Einnahme Stalingrads

4.       Neuformierung und Vorstoß mit der Masse aller gepanzerten Verbände und der 17.Armee zum Kaukasus

Die ersten beiden Operationsphasen verliefen wie geplant, relativ zügig und erfolgreich.

In maßloser Überschätzung der deutschen Erfolge im Don-Bogen verzichtet die deutsche Führung auf ihr ursprüngliches Vorhaben, an dem Vorstoß auf Stalingrad neben der 6. Armee (Gen. d. Pz.Tr. Paulus) auch auf die 4. Armee (GenOberst Hoth) zurückzugreifen und läßt sie statt dessen zurück nach Süden abziehen.

Nach hartnäckigem Widerstand gegnerischer Kräfte wird der Angriff der 6. Armee jedoch aufgehalten und es erfolgt eine abermalige Umgruppierung der eingesetzten Truppen.
Am 23.07.1942 befiehlt die Führung die Fortsetzung der deutschen Sommeroffensive mit gleichzeitigem Vorgehen in Richtung Kaukasus und Stalingrad.

Am 04.08.1942 greift die 4. PzArmee über den Aksai nach Nordosten an, wird jedoch 2 Tage später in der Vorwärtsbewegung von 2 sowjetischen Großverbänden aufgehalten.

Am 11.08.1942 gelingt es der 6. Armee, im Raum westlich von Kalatsch nach viertägigen Angriffen von Norden und Süden her, zwei sowjetischer Armeen entscheidend zu eliminieren.

19.08.1942 erteilt General Paulus schlussendlich den Befehl für den unmittelbaren Angriff auf Stalingrad.

Am 13.09.1942 hat sich die deutsche Armee so weit vorgearbeitet, dass sie mit dem Angriff auf das eigentliche Stadtgebiet beginnen kann.
Es gelingt der deutschen Armee in verbissen geführten Kämpfen, bei denen am Schluß nur noch um einzelne Häuser oder Fabrikhallen, sogar um einzelne Räume oder Zimmer gekämpft wird, bis zu 80 % der Fläche von Stalingrad in ihre Hände zu bringen.

Doch jetzt machten sich die Strapazen der lange geführten Schlachten bemerkbar. Die deutsche Armee war seit Monaten im Einsatz, schlecht ernährt, ohne Reserven und ausreichende Munition, bei abnehmender Artillerie- und Fliegerunterstützung, es gab horrende Nachschub- und Versorgungsprobleme, aus diesen Gründen ließ auch die Moral der Soldaten verständlicherweise nach

Am 10.10.1942 produziert die deutsche Führung einen folgenschweren Fehler. An die Nahtstelle der 6. Armee zu einer italienischen Armee wird eine rumänische Armee eingeschoben. Die Rumänen sind mit ihren veralteten Waffen,  ihrer unzureichenden Panzerabwehr und ihrer sehr mangelhaften Versorgung nicht in der Lage, gegen einen massiven sowjetischen Angriff zu bestehen, geschweige denn die Flanke der deutschen 6. Armee wirksam zu schützen, was aber in dieser Situation mehr als wichtig gewesen wäre.

Der sowjetische Angriff begann am 19./20. 11.1942 gegen diese eben genannte rumänische Armee auf beiden Seiten von Stalingrad. Sie verteidigten zwar hartnäckig ihre Stellungen, aber vor den russischen Panzern flohen sie in wahren Scharen und somit war diese so wichtige Stellung viel zu schwach besetzt.

Am 22.11.1942 nahm dann das Unheil seinen Lauf. Die Zangenbewegung um Kalatsch war vollendet, 284 000  Soldaten (Deutsche, Rumänen und Kroaten), 1800 Geschütze, 100 Panzerwagen waren in ihr gefangen und eingeschlossen. General  Paulus bat bei der deutschen Führung um Handlungsfreiheit, aber diese befahl ihm sich einzuigeln und bis zum Ende zu kämpfen. Hermann Göring versicherte großspurig, dass man die eingekesselten Soldaten aus der Luft versorgen werde, wobei von den 700 Tonnen Material pro Tag, die nötig wären, lediglich 350 Tonnen pro Tag zugesagt wurden.
Aus alten und neuen Reservekräften wurde die neue Heeresgruppe Don (Generalfeldmarschall Manstein) gebildet, die mit dem Gegenangriff  unter dem Code-Namen „Wintergewitter" die eingeschlossene Armee  befreien sollte.

Die Sowjetische Armee hatte es jedoch geschafft, in drei Wochen  einen doppelten Ring um Stalingrad zu ziehen und der am 12.12.1942 begonnene Gegenangriff muß wegen einer am 16.12.1942 begonnenen Offensive von drei sowjetischen Armeen und der Zerschlagung der 8. italienischen Armee aufgegeben werden.
Somit musste GFM Manstein, um ein Abschneiden der Heeresgruppe Don zu verhindern, die Leben von 200.000 Soldaten opfern, um 1.500.000 Soldaten zu retten.

Am 09.01.1943 bietet die Russische Armee der deutschen Führung die ehrenvolle Kapitulation an, aber  General Paulus zieht diese Möglichkeit überhaupt nicht in Betracht. Der Ring, den die russische Armee jetzt eingenommen hat,  zieht sich immer enger um Stalingrad und die darin eingeschlossenen Soldaten, am 16.01.1943 muss der Flughafen Pitomnik von der deutschen Armee aufgegeben werden, General Paulus zieht von Gumrak aus in einen Keller eines Gebäudes am Roten Platz. Und wieder tobt in Stalingrad ein erbitterter Häuser- und Strassenkampf, der mit unerbittlicher Härte geführt wird.

Am Nachmittag des 26.01.1943 wird dann der Grundstein für den Erfolg der russischen Armee gelegt. denn ihnen gelingt es, die deutsche Armee in eine Nord- und eine Südgruppe zu splitten und so zwei kleinere Kessel zu bilden. Das ist praktisch das Ende der eingekesselten deutschen Soldaten. Am 30.01.1943 funkt General Paulus an die Führung, dass Stalingrad keine 24 Stunden mehr zu halten sei, worauf er von Hitler zum Generalfeldmarshall befördert wird. Am 31.01.1943 kapituliert der Südkessel unter GFM Paulus, zwei Tage später, am 02.02.1943, dann der Nordkessel unter Generaloberst Strecker.


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