Waffen der russischen Truppen

Moisin-Nagant 91/30

Der Mosin-Nagant M 1891/30 war von
ca.1931 bis in die 60er Jahre das Scharfschützengewehr der sowjetischen
Scharfschützen. Es erwies sich unter
allen Witterungsverhältnissen als ausgezeichnete Waffe. Als Grundlage für das
Scharfschützengewehr wurden besonders genau schießende Karabiner der
Serienproduktion, mit geringen Fertigungstoleranzen ausgesucht.
Er wurden deshalb auch gern im 2. WK
auf deutscher Seite eingesetzt.
Die zum Gewehr entwickelte Randpatrone 7,62*54 mm R ist die inzwischen
dienstälteste Gewehrpatrone der Welt und wird auch noch in modernen Waffen wie
dem Dragunow-Scharfschützengewehr oder schweren Maschinengewehren vor allen
Dingen russischer und chinesischer Bauart weltweit produziert benutzt.
Technische Daten:
Kaliber: 7,62 mm (7,62x54 mm Randpatrone)
Gesamtlänge: 1306 mm (Infanteriegewehr),
1020 mm
(Karabiner)
Lauflänge: 800 mm (Infanteriegewehr)
510 mm (Karabiner)
Gewicht: 4,22 kg (Infanteriegewehr),
3,45 kg (Karabiner)
Lauf: gezogen, 4 Züge, Rechtsdrall
Schusszahl: 5
Tokarev SVT 40

Die Sowjets begannen frühzeitig,
den Wert von halbautomatischen Gasladern zu erkennen, und statteten Teile der
Infanterie mit halbautomatischen Selbstladegewehren aus.
Mit einer Magazinkapazität von 10 Patronen, einer theoretisch hohen Feuerrate
und guten ballistischen Eigenschaften der verwendeten Patrone wurde das SVT40
zu einer beliebten Waffe, die in Form des Gewehr 41/43 von den Deutschen
kopiert werden sollte.
Technische Daten:
Gewicht: 3.85 kg
Kaliber: 7,62 mm Typ R
Mündungsgeschwindigkeit: 800 m/s
effektive Schussweite: 900 m
Magazingröße: 10 Schuss
Schpagin PPSh 41

Die PPSh 41 stellt die Weiterentwicklung der
Maschinenpistole PPD von Degtjarew dar. Die PPD benötigte zur Herstellung
zuviel Material und Mannstunden. Im Herbst 1940 suchte man deshalb nach einer
einfacheren MPi und der Entwurf von Schpagin (1897-1952) ging als Sieger
hervor. Seine Waffe, die dann als
PPSh 41 eingeführt wurde, bestand aus nur 87 Einzelteilen und wurde überwiegend
aus kaltverformten Stahlblechen hergestellt. Die Herstellung eines Mosin-Nagant
Gewehres dauerte über 13 Stunden, die PPSh konnte in 5 Stunden und 36 Minuten
gebaut werden.Die Produktion der PPSh 41 lief erst im Herbst 1941 richtig an,
im Jahr 1942 wurden schon 1,5 Millionen Waffen gefertigt.
Technische Daten:
Länge: 842 mm
Gewicht: 5,3 kg mit vollem Trommelmagazin
Lauflänge: 270 mm (240 mm gezogen)
Zahl der Züge, Drall: 4, Rechtsdrall
Kaliber: 7,62 mm (Patrone 7,62 x 25 mm Tokarew)
Mündungsgeschwindigkeit: ca. 430 m/s
Feuerrate: 100 Schuss/min,
30 Schuss/min bei Einzelfeuer
effektive Schussweite:
100m bei langen Feuerstössen,
200m bei kurzen Feuerstössen,
300m bei Einzelfeuer
größte Schussweite: 800 m
Munitionszufuhr/Magazingröße:
Trommelmagazin mit 71 Schuss,
Stangenmagazin mit 35 Schuss
Degtyarev-Pekhotny 28

Das DP MG 28 war eines der ersten richtigen MG's der
russischen Armee. Es wurde von Wassili Alexejewitsch Degtjarew entwickelt und
Ende 1927 bei der russischen Armee eingeführt. Nach zahlreichen
Entwicklungsmodellen mit anderen Kalibern (z.B. 6,5 mm) änderte man das Kaliber
auf 7,62 mm. Die Waffe war robust, hatte eine unkomplizierte Funktionsweise und
war deshalb sehr geeignet im Einsatz. Das Besondere an diesem MG war das
aufgesetzte Trommelmagazin, das 49 Patronen aufnahm. Das DP MG 28 wurde durch
eine Modifizierung auch als Bordwaffe für Panzer und Flugzeuge nutzbar und auch
die Wehrmacht nutzte diese Waffe, die sie als MG 120 führte, da sie ausreichend
Nachschub erbeuteter Waffen und Munition hatte. Das MG wurde bei der Roten
Armee in jeder Waffengattung verwendet und war auch noch nach dem Zweiten
Weltkrieg in der Sowjetunion und deren Verbündeten im Einsatz.
Technische Daten:
Kaliber: 7,62 Millimeter x 53 R
Länge gesamt: 1270 Millimeter
Gewicht: 11,9 kg
größte Schussweite: 800 m
Munitionszufuhr/Magazingröße:
Trommelmagazin mit 49 Schuss,
Feuerrate: 500-600 Schuss/min,
Mündungsgeschwindigkeit: 840 m/s
Kühlung: Luft
Tokarev TT-33

Die Tokarev, wie die Pistole allgemein bezeichnet wird,
wurde von Fedor V. Tokarev entwickelt.Vom ersten Modell, der TT-30 wurden nur
einige tausend Stück produziert, bevor im Jahre 1933 die leicht modifizierte
TT-33 herauskam. Die TT-33 war die Standardpistole der Roten Armee, doch erst
am Ende des Zweiten Weltkriegs hatte sie den äusserst robusten Nagant-Revolver
weitgehend ersetzt.Die Pistole ist teilweise mit der Browning Colt M 1911
vergleichbar, da eine Zusammenarbeit zwischen der Sowjetunion und der USA
bestand. Die Tokarev ist ein Single-Action-System Rückstosslader mit
beweglichem Lauf und verriegeltem Riegelwarzenverschluss.
Technische Daten:
Länge: 196 mm
Breite: 30,5 mm
Höhe: 130 mm
Gewicht: 0,940 kg geladen
Zahl der Züge: 4 Züge
Drall/Dralllänge: Rechtsdrall, 225 mm
Kaliber: 7,62 mm Typ P (M30)
Mündungsgeschwindigkeit: 420 m/s
Feuerrate: 32 Schuss/min
effektive Schussweite: 50 m
größte Schussweite: 800 bis 1.000 m
Munitionszufuhr/Magazingröße:
Kastenmagazin mit 8 Schuss
RGD 33

Bei der sowjetischen Handgranate RGD-33 handelt es sich um
eine zweifachwirkende Handgranate. Die Zweifachwirkung wird durch das
Zusammensetzen der Granate mit einer Hülle (auch „Jacket" genannt) bestehend
aus dickem Metall, die bei einer Explosion in größere und schwerere Fragmente
zersplittert und größere Distanzen zurücklegt, erzielt.
Die Granate wurde von Diakonov im Jahr 1933 entwickelt. Sie basierte auf dem
Rdutlovskiy Model aus dem Jahr 1914.
Das Gesamtgewicht der Granate ohne Defensivhülle betrug 600 Gramm, das Gewicht
der Hülle 100 Gramm.
Sie war mit 200 Gramm TNT gefüllt.
Die Verzögerung belief sich auf 3,5-4 Sekunden. Die Fragmentzerstreuung betrug
15 Meter, mit der Defensivhülle um die 30 Meter.
T-34/85
:

Wohl kein anderer Panzer hat die Entwicklung zukünftiger
Panzer so beeinflusst wie der T-34. Er verband Beweglichkeit, Feuerkraft und
einen guten Panzerschutz so gut, wie kein anderer Panzer vor ihm. Er war den
deutschen Panzern überlegen und sehr einfach zu bauen. Es wurde auf jeglichen
Luxus für die Besatzungen verzichtet. Auch war er das genaue Gegenteil der
deutschen Panzerkonstruktionen. Er verzichtete komplett auf komplizierte
Technologien, deshalb konnte er auch in schier ungeahnten Stückzahlen produziert
werden, auch ganz ohne Fachpersonal. So war es kein Wunder, dass er sich zum
Standartpanzer der Roten Armee entwickelt hat. Die deutschen Konstrukteure
nahmen letztendlich auch den T-34 als Vorbild für die Konstruktion des Panzer V
Panther.Aber auch ein so erfolgreicher Panzer hatte seine Schwächen. So waren
bei den ersten Versionen die Turmluken so groß, dass der Kommandant fast aus
dem Panzer steigen musste, um während der Fahrt aus dem Turm sehen zu können.
Der Kommandant hatte es sowieso sehr schwer, anders als in den deutschen
Panzer, wo drei Mann im Turm saßen (Ladeschütze, Richtschütze, Kommandant),
saßen im T-34 nur der Kommandant und der Ladschütze. So musste der Kommandant
die Kanone ausrichten, abfeuern und den Panzer kommandieren. Damit war der
Kommandant stark überfordert, was die Leistung des Panzers nicht unerheblich
senkte. Erst im T-34/85 kam ein fünftes Besatzungsmitglied an Bord und
entlastete so den Kommandanten. Nichtsdestotrotz war er der beste mittlere
Panzer der Sowjets.
Technische Daten:
Besatzung: 5 Mann
Gewicht: 30,9 t
Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h Straße
40 km/h Gelände
Hautbewaffnung: 88 mm Kanone
Nebenbewaffnung:
1x 7,62mm MG im Bug
1x 7,62mm MG koaxial im Turm
Munition:
77 Schuss für die 88 mm Kanone
2400 Schuss für die MGs
SU-152

Um der Infanterie ein geeignetes Unterstützungsfahrzeug zu
geben, sahen sich die Sowjets nach einem geeigneten Konzept um. Das der
deutschen Sturmgeschütze war für diese Aufgabe perfekt geeignet: preiswert,
schnell zu bauen und man konnte große Kanonen unterbringen. Als Laufwerk wurde
das des KV-1 ausgewählt. Es stand zur Verfügung und konnte das Gewicht gut
vertragen. Jetzt fehlte nur noch die richtige Hauptwaffe. Die 152,4-mm-Haubitze
ML-20S schien geeignet. Sie hatte enorme Sprengkraft, schließlich sollte sie ja
auch Bunker zerstören und die Infanterie unterstützen. Aber auch die Fähigkeit
gegen Panzer war nicht schlecht, 110 mm Stahl auf 2000 Meter. Allerdings musste
die Munition, ähnlich wie beim deutschen Jagdtiger, erst aus zwei Teilen
zusammengesetzt werden, was die Schussrate auf nur 2 Schuss die Minute senkte.
Technische Daten:
Besatzung: 5 Mann
Gewicht: 45,5 t
Höchstgeschwindigkeit: 43 km/h Straße
19 km/h Gelände
Hautbewaffnung:
Geschütze 152,4 mm Haubitze ML-20S
Mündungsgeschwindigkeit: Sprenggranten 655 m/sec.
Nebenbewaffnung: MG
Munition:
20 Schuss für die 152,4 mm Haubitze ML-20S
2500 Schuss für das MG
GAZ-67

Gorkiy Automobilwerke (GAZ), wurden 1931-32 mit
Unterstützung der amerikanischen Fordwerke aufgebaut.
Das Unternehmen produzierte die russische Version des Ford Model-A
Lastkraftwagen (GAZ-A) mit GAZ-M1 Vierzylinder, der später auch in GAZ-67.B
Geländewagen eingebaut wurde. Bei Kriegsbeginn am 22. Juni 1941 war die Rote
Armee unzureichend motorisiert und daher zu unbeweglich um den gegnerischen
Panzerdivisionen mit Erfolg zu begegnen. Große Verbände der sowjetischen Armee
wurden abgeschnitten.
Kanada, Groß-Britannien und die USA unterstützen die Sowjetunion im Kampf gegen
Nazi-Deutschland mit großzügigen Lieferungen von Waffen und Fahrzeugen. Im
Rahmen der Leih-Pachtverträge wurden sofort mehr als 20.000 neue Bantam und
Willys MA Jeeps exportiert. Der GAZ-67.B basierte auf dem Jeep, er war sehr
zuverlässig, hervorragend geländegängig und mit 400 kg belastbar.
Technische Daten:
Typ: Geländewagen, 4x4
Führungs- und Aufklärungsfahrzeug
Radstand: 2,10 m
Länge: 3,35 m
Breite: 1,69 m
Höhe: 1,70 m mit Verdeck
Gewicht: 1,32 t
Zuladung: 400 kg
Baujahre: 1942-1953