| Hugo Sperrle Sperrle beim Prozeß in Nürnberg Geboren am 07.02.1885 in Ludwigsburg trat er 1903 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment „Großherzog Friedrich von Baden“ (8. Württembergisches) Nr. 126 ein. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete er sich zur Fliegerausbildung. Ende 1914 wurde er zum Hauptmann befördert, im folgendem Jahr wurde er Führer der Feldfliegerabteilung 42. Im Februar 1916 überlebte er einen Flugzeugabsturz schwer verletzt. Nachdem er sich bereits im April desselben Jahres zum Dienst meldete, bekam er erst im Juli 1916 ein neues Kommando. Im Laufe des Ersten Weltkrieges brachte er es zum Kommandeur der Flieger der 7. Armee und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beiden Klassen des Eisernen Kreuzes und mit dem Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Sperrle von der Reichswehr übernommen und auch im Reichswehrministerium verwendet, wobei er maßgeblichen Anteil am Aufbau der noch getarnten neuen Luftwaffe hatte. Im Oktober 1926 wurde er zum Major, im Februar 1931 zum Oberstleutnant und Ende 1933 zum Oberst befördert. Am 28. Februar 1934 ist er aus der Reichswehr ausgeschieden und in das Reichsluftfahrtministerium übergetreten; dort wurde er zum Kommandeur der 1. Flieger-Division ernannt. Am 01. Oktober 1934 wurde er zum Generalmajor befördert und als Kommandierender General und Befehlshaber im Luftkreis V nach München versetzt. Sperrle war erster Kommandeur der Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg und wurde nach seiner Rückkehr aus Spanien am 01.11.1937 zum General der Flieger befördert. Am 01.04.1938 übernahm er dann das Kommando über das Luftwaffen-Gruppenkommando III in München, die zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zur Luftflotte 3 umbenannt und ausschließlich in den westlichen Gebieten eingesetzt wurde. Nach dem Sieg über Frankreich gehörte Sperrle zu den Offizieren, die am 19.07.1940 zum Generalfeldmarschall befördert wurden. Zum Angriff auf die Sowjetunion war Sperrles Luftflotte 3 nur noch relativ schwach besetzt, was eine Umstrukturierung der Luftstreitkräfte zur Folge hatte, in deren Verlauf Sperrle zum Oberbefehlshaber des Luftwaffenkommandos West ernannt wurde. Zum D-Day am 06.06.1944 unterstanden im zur Verteidigung gegen die alliierten Luftstreitkräfte lediglich 400 Flugzeuge zur Verfügung, von denen nur weniger als 200 einsatzbereit waren. Weil er unter diesen Umständen natürlich nichts gegen die Alliierten ausrichten konnte, fiel Sperrle bei Hitler in Ungnade, wurde im August 1944 entlassen und bis zum Kriegsende auch nicht wieder eingesetzt. Nach dem Krieg war Sperrle einer von 14 Angeklagten im Prozess gegen das Oberkommando der Wehrmacht und einer von den beiden, die freigesprochen wurden. Am 02.04.1953 starb Sperrle in München und wurde auf dem Soldatenfriedhof nahe dem Fliegerhorst Lechfeld beigesetzt.
+++Call of Duty 2 Fun-Clan+++
|