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Die Schlacht um Okinawa 1945
NordmanntonneDatum: Montag, 27.12.10, 15:03:24 | Nachricht # 1
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Die Schlacht um Okinawa 1945 Teil 1

Beim Krieg im Pazifik führten die US-Truppen eine besondere Taktik aus: das so genannte Inselspringen, mit dem sie sich immer weiter in Richtung Japan vorarbeiteten. Sie nahmen größere Inseln ein, kleinere Stützpunkte überließ man sich selbst, weil dieses ohne Nachschub bald kampfunfähig sein würden. Okinawa wurde als wichtiger Stützpunkt für den Angriff auf Japan angesehen und musste erobert werden. Die dort stationierten Japaner bauten Befestigungen und machten Pläne, um den Angriff für den Gegner möglichst verlustreich zu machen. Als Zentrum der Verteidigung diente eine mittelalterliche Burg, die so taktisch wichtig lag, dass die Alliierten sie nicht umgehen konnten, sondern durch die errichteten Verteidigungslinien kämpfen mussten.

Angriffsplan der Alliierten

Einige der von den Alliierten vorher unter starken Verlusten eroberten Inseln hatten nur kleine Garnisonen mit schwacher Artillerie besessen, Okinawa wurde aber von mehreren Divisionen der 322. Armee unter dem Kommando von Generalleutnant Mitsuru Ushijima verteidigt, die gut versorgt wurden und eine starke Artillerie hatten. Für die Verteidigung des Nordabschnittes war Oberst Takehido Udo zuständig. Auf Seiten der Alliierten war Lieutenant-General Simon Buckner jr., Kommandeur der 10. US-Armee, Befehlshaber der Bodentruppen. Ihm unterstanden ein Marineinfanterie- und ein Infanterie-Korps mit jeweils zwei Divisionen. Eine Marineinfanterie- und zwei Armee-Divisionen lagen als Reserve bereit.

In der ersten Phase der Schlacht bemühten sich die Alliierten mithilfe von Briten, Australiern und Neuseeländern, in der Umgebung von Okinawa die See- und Lufthoheit zu erringen. Die Bodentruppen, die ausschließlich von den Amerikanern gestellt wurden, landeten am 26. März 1945 auf den Nachbarinseln, um dort den Widerstand auszuschalten. Von Trägern aufgestiegene Flugzeuge griffen die Flugfelder an, die japanische Luftwaffe führte Gegenangriffe, darunter auch Kamikaze-.Angriffe, welche dazu führten, dass die US-Navy bei Okinawa die schwersten Verluste im gesamten Krieg hinnehmen musste; und das, obwohl die Kaiserliche Japanische Flotte, stark dezimiert und unter Mangel an Treibstoff leidend, nur noch ein Schatten ihrer einstigen Größe war. So sollte sich das Superschlachtschiff „Yamato“ der alliierten Flotte so lange wie möglich entgegenstellen, sich aus Treibstoffmangel dann auf flachen Grund setzen, um ihre 460mm-Geschütze zur Verteidigung einzusetzen. Am 06. April 1945 liefen die Yamato und ihre Begleitschiffe aus und wurden kurz nach ihrem Auslaufen gesichtet und am 07. April 1945 von 400 alliierten Flugzeugen angegriffen und versenkt, wobei es 3.700 japanische Tote gab, während die Verluste der US-Truppen sich auf 10 Flugzeuge und 12 Mann beliefen.

Die USS "Bunker Hill" wird von 2 Kamikazefliegern getroffen

Am 31. März 1945 gingen US-Marines als Vorhut in Okinawa auf Land. Die eigentliche Landung begann, unterstützt von Manövern zur Ablenkung und Behinderung möglicher Abwehrmaßnahmen des Gegners, am nächsten Tag. Dadurch, dass die Japaner ihre wenigen Kräfte auf Punkte konzentrierten, wo die Verteidigung am effektivsten war, konnten die ersten Kräfte problemlos landen. Der Großteil der japanischen Kräfte wurde im südlichen Teil der Insel stationiert, so dass die Angreifer nach Sicherung der Landungszone im Norden rasch nach Nordosten vorstoßen konnten. Der Vorstoß nach Süden bereitet größere Probleme, denn die Japaner hatten sich eingegraben. Höhlen und künstliche Befestigungen mussten bei den Angriffen meist im Nahkampf eingenommen werden, bei den heftigen Kämpfen erlitten die US-Truppen schwere Verluste. Vom 12. bis 14. April 1945 unternahmen die Japaner massive Gegenangriffe, die unter großen Verlusten beiderseits zurückgeschlagen wurden, nach denen die Japaner sich wieder in die Defensive zurückzogen.

Landung der US-Truppen

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NordmanntonneDatum: Montag, 27.12.10, 15:05:01 | Nachricht # 2
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Die Schlacht um Okinawa 1945 Teil 2

Am 19. April 1945 begannen die US-Truppen eine neue Offensive. Trotz Ablenkungsmanöver, massivem Feuer von Artillerie und Schiffsgeschützen und Unterstützung von Flugzeugen und Panzern mit Flammenwerfern verlief das Vorkommen äußerst zäh. Auch die Zuführung frischer US-Kräfte veränderte die Frontlinie bis zum Monatsende nicht. Nach einem erfolglosen Angriff der Japaner am 04. Mai 1945 gingen die US-Truppen am 11. Mai 1945 wieder in die Offensive und durchbrachen am 13. Mai 1945 endlich die Verteidigungslinie (Shuri-Linie). Zwei wichtige Geländepunkte der Japaner gingen verloren, doch der Monsun verhinderte ein weiteres Vorgehen der Amerikaner.

Eine Verteidigungsanlage der Japaner wird "ausgeräuchert"

Am 29. Mai 1945 erstürmte die 1. Marineinfanteriedivision die Festung Shuri und drängte die Japaner damit auf eine letzte Position an der Südspitze Okinawas zurück. Trotzdem war das weitere Vorgehen der US-Truppen verlustreich, denn die japanischen Verteidiger kämpften bis zum Letzten und entgingen durch den Freitod der Gefangennahme, so auch Generalleutnant Ushijima und sein Stabschef Generalleutnant Isamu Cho. Erst am 17. Juni 1945 brach die Verteidigung vollständig zusammen. In den letzten Tagen der Operation wurde auch General Buckner getötet, der damit der ranghöchste US-Offizier war, der im Zweiten Weltkrieg bei einem Kampfeinsatz ums Leben kam. Da während des gesamten Kampfes um Okinawa schweres Granatfeuer von beiden Seiten abgefeuert wurde, spricht man bei diesem Kampf vom „Taifun aus Stahl“. Noch bis Ende Juni 1945 mussten noch einzelne Widerstandsnester auf Okinawa ausgeschaltet werden. Dann war Okinawa komplett erobertund konnte als Basis für einen Angriff auf Japan dienen, wobei die Art der Verteidigung der Japaner den Alliierten große Befürchtungen machte, dass die Verluste bei einem Angriff auf Japan unverhältnismäßig hoch sein würden. Doch der Abwurf der beiden Atombomben im August 1945 und die damit verbundene Kapitulation Japans machten eine Invasion nicht mehr nötig.

die US-Flagge wird auf Okinawa gehißt

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