| Die Schlacht um Okinawa 1945 Teil 1 Beim Krieg im Pazifik führten die US-Truppen eine besondere Taktik aus: das so genannte Inselspringen, mit dem sie sich immer weiter in Richtung Japan vorarbeiteten. Sie nahmen größere Inseln ein, kleinere Stützpunkte überließ man sich selbst, weil dieses ohne Nachschub bald kampfunfähig sein würden. Okinawa wurde als wichtiger Stützpunkt für den Angriff auf Japan angesehen und musste erobert werden. Die dort stationierten Japaner bauten Befestigungen und machten Pläne, um den Angriff für den Gegner möglichst verlustreich zu machen. Als Zentrum der Verteidigung diente eine mittelalterliche Burg, die so taktisch wichtig lag, dass die Alliierten sie nicht umgehen konnten, sondern durch die errichteten Verteidigungslinien kämpfen mussten. Angriffsplan der Alliierten Einige der von den Alliierten vorher unter starken Verlusten eroberten Inseln hatten nur kleine Garnisonen mit schwacher Artillerie besessen, Okinawa wurde aber von mehreren Divisionen der 322. Armee unter dem Kommando von Generalleutnant Mitsuru Ushijima verteidigt, die gut versorgt wurden und eine starke Artillerie hatten. Für die Verteidigung des Nordabschnittes war Oberst Takehido Udo zuständig. Auf Seiten der Alliierten war Lieutenant-General Simon Buckner jr., Kommandeur der 10. US-Armee, Befehlshaber der Bodentruppen. Ihm unterstanden ein Marineinfanterie- und ein Infanterie-Korps mit jeweils zwei Divisionen. Eine Marineinfanterie- und zwei Armee-Divisionen lagen als Reserve bereit. In der ersten Phase der Schlacht bemühten sich die Alliierten mithilfe von Briten, Australiern und Neuseeländern, in der Umgebung von Okinawa die See- und Lufthoheit zu erringen. Die Bodentruppen, die ausschließlich von den Amerikanern gestellt wurden, landeten am 26. März 1945 auf den Nachbarinseln, um dort den Widerstand auszuschalten. Von Trägern aufgestiegene Flugzeuge griffen die Flugfelder an, die japanische Luftwaffe führte Gegenangriffe, darunter auch Kamikaze-.Angriffe, welche dazu führten, dass die US-Navy bei Okinawa die schwersten Verluste im gesamten Krieg hinnehmen musste; und das, obwohl die Kaiserliche Japanische Flotte, stark dezimiert und unter Mangel an Treibstoff leidend, nur noch ein Schatten ihrer einstigen Größe war. So sollte sich das Superschlachtschiff „Yamato“ der alliierten Flotte so lange wie möglich entgegenstellen, sich aus Treibstoffmangel dann auf flachen Grund setzen, um ihre 460mm-Geschütze zur Verteidigung einzusetzen. Am 06. April 1945 liefen die Yamato und ihre Begleitschiffe aus und wurden kurz nach ihrem Auslaufen gesichtet und am 07. April 1945 von 400 alliierten Flugzeugen angegriffen und versenkt, wobei es 3.700 japanische Tote gab, während die Verluste der US-Truppen sich auf 10 Flugzeuge und 12 Mann beliefen. Die USS "Bunker Hill" wird von 2 Kamikazefliegern getroffen Am 31. März 1945 gingen US-Marines als Vorhut in Okinawa auf Land. Die eigentliche Landung begann, unterstützt von Manövern zur Ablenkung und Behinderung möglicher Abwehrmaßnahmen des Gegners, am nächsten Tag. Dadurch, dass die Japaner ihre wenigen Kräfte auf Punkte konzentrierten, wo die Verteidigung am effektivsten war, konnten die ersten Kräfte problemlos landen. Der Großteil der japanischen Kräfte wurde im südlichen Teil der Insel stationiert, so dass die Angreifer nach Sicherung der Landungszone im Norden rasch nach Nordosten vorstoßen konnten. Der Vorstoß nach Süden bereitet größere Probleme, denn die Japaner hatten sich eingegraben. Höhlen und künstliche Befestigungen mussten bei den Angriffen meist im Nahkampf eingenommen werden, bei den heftigen Kämpfen erlitten die US-Truppen schwere Verluste. Vom 12. bis 14. April 1945 unternahmen die Japaner massive Gegenangriffe, die unter großen Verlusten beiderseits zurückgeschlagen wurden, nach denen die Japaner sich wieder in die Defensive zurückzogen. Landung der US-Truppen
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