| Schlacht um Berlin 1945 Als das Jahr 1944 zu Ende ging, war abzusehen, dass Deutschland den Krieg verlieren würde. Zwei Frontspitzen der Roten Armee unter Marschall Iwan Konew und Marschall Georgi Schukow rückten durch Polen vor, während weiter nördlich die 2. Weißrussische Front unter Marschall Konstantin Rokossowski in die Baltischen Staaten vorstieß. Als letzte Barriere zwischen Berlin und den angreifenden Russen stand nur noch die schlecht ausgestattete Heeresgruppe Weichsel unter Generaloberst Gotthard Henrici. An der Westfront machte sich die fehlgeschlagene Ardennen-Offensive bemerkbar. Am 03. April 1945 war das Ruhrgebiet eingekesselt; die Alliierten machten dort pro Tag zwischen 15.000 und 20.000 Gefangene. Berlin war jetzt eine belagerte Festungsstadt. 1.000.000 deutsche Verteidiger hatten 10.400 Geschütze und Mörser, 3.300 Flugzeuge sowie 1.500 Panzer und Sturmgeschütze zur Verfügung. Die angreifende russische Armee verfügte über 2.500.000 Mann, mehr als 42.000 Geschütze, über 6.200 Panzer und Selbstfahrlafetten und ca. 8.300 Flugzeuge. Berliner jeden Alters wurden zum Bau von Barrikaden herangezogen. Noch am 15. April 1945 appellierte Hitler vom Führerbunker aus an die deutsche Bevölkerung und versprach „frische Einheiten“ und sprach davon, dass es kein Problem sei, Berlin zu verteidigen. Doch die „frischen Einheiten“ entpuppten sich als 15jährige Hitler-Jungen und bis zu 70jährigen Greisen des Volkssturms, die meist nur ein Gewehr mit ein paar Patronen oder vielleicht ein altes MG aus Beutebeständen besaßen. Bau von Barrikaden in Berlin Am 16. April 1945 um 03.00 Uhr eröffnete die sowjetische Infanterie das Feuer. Geschütze und Material wurden auf Holzflößen über die Oder transportiert. Die Truppen der 1. Weißrussischen Front unter Marschall Schukow bekam den Befehl, Berlin vom Brückenkopf aus anzugreifen und stieß 90 Kilometer östlich von Berlin, an den Seelower Höhen, auf erbitterten Widerstand, der bis zum 17. April 1945 andauerte. Marschall Konew, der die Neiße im offenen Gelände nach Süden überschritten hat und dort gut vorankam, schickte zwei Panzerarmeen zur Unterstützung an Schukow, so dass am 19. April 1945 der Durchbruch in die Berliner Vororte gelang. An Hitlers Geburtstag, dem 20. April 1945, waren in Berlin nur noch unzählige Explosionen und das ohrenbetäubende Heulen der „Stalin-Orgeln“ zu hören, aber immer noch versuchten deutsche Einheiten, ihre Stellungen vor der Stadt zu halten. Hitler setzte seine Hoffnungen nun in Einheiten, die nördlich von Eberswalde und noch an der Westfront stationiert waren, die aber praktisch nur noch auf dem Papier bestanden, weil die Soldaten dieser Einheiten aber nicht mehr aus erfahrenen Männern bestanden und so den sowjetischen Armeen nichts entgegenzusetzen hatten. Sowjetische Artillerie vor Berlin Am 23. April 1945 bekam Hitler vom Berliner Kampfkommandanten, Helmuth Weidling, den schonungslos offenen Bericht, dass nur noch Munition für 2 Tage vorhanden sei und trotz des erbitterten Widerstands der Deutschen standen die sowjetischen Armeen nur noch wenige Häuserblocks vom Führerbunker entfernt. Die deutschen Einheiten versuchten jetzt nur noch, so vielen Zivilisten wie möglich die Überquerung der Elbe in amerikanisch besetztes Gebiet zu ermöglichen. Am 30. April 1945 wehte dann die sowjetische Flagge über dem Berliner Reichstag und Generalstabschef Hans Krebs, der russisch sprach, wurde mit einer weißen Fahne zu General Wasili Tschuikow geschickt, um über die Kapitulationsbedingungen zu verhandeln und den Selbstmord Hitlers zu verkünden. Tschuikow erwiderte, dass die Kämpfe unvermindert weitergehen würden, bis es zu einer bedingungslosen Kapitulation kommen würde, worauf sich Krebs nach diesen gescheiterten Verhandlungen das Leben nahm. Am 02. Mai 1945 um 13.00 Uhr übergab der Kampfkommandant Helmuth Weidling den Sowjets die Stadt Berlin und am nächsten Morgen um 04.00 Uhr waren die Kämpfe vorbei. Berliner Straße nach dem Krieg Genaue Zahlen über die Verluste gibt es nicht, aber man geht auf deutscher Seite von 10.000 getöteten Soldaten und genau so vielen getöteten Zivilisten aus. Die sowjetische Armee verlor genau so viele Soldaten beim Kampf um Berlin. Hierzu gibt es auch bewegte Bilder: Nordmanntonne
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